
1862 - Im Jahre 1862 gründete der 1859 aus dem Zusammenschluß von zwei bestehenden Turnvereinen gebildete Oldenburger Turnerbund die an sich selbständige und unter eigener Verwaltung stehende, aber lediglich aus Mitgliedern des Oldenburger Turnerbundes bestehende Turnerfeuerwehr und schuf damit eine in Oldenburg bislang nicht vorhanden gewesene, aber für das städtische Feuerlösch- und Rettungswesen bedeutsame Einrichtung.
1864 - Zwei Jahre später, im Januar 1864, entstand in Oldenburg der Verein zur Pflege verwundeter Krieger. Dieser Verein stand unter dem Vorsitz des Stabsarztes Dr. K. Müller; Großherzog Nikolaus Friedrich Peter übernahm das Protektorat.
1870 - Am 12. August 1870 wird der Vaterländische Frauenverein Oldenburg i. G. (VFV) ins Leben gerufen (später VFV vom Roten Kreuz). Hierin werden die Hilfen, die hauptsächlich von Frauen zugusten verwundeter Soldaten und Kriegsversehrter geleistet werden, geleitet.
1879 - Der Vaterländische Frauenverein mietet im Haus Baumgartenstraße 5 einige Räume um dort ab November 1879 eine “Volksküche” zu errichten.
1884 - Am 8. April 1884 eröffnet der Vaterländische Frauenverein eine “Kaffeeschenke”.
1892 - Nachdem nun einige örtliche VFV bestehen (1875 in Jever, 1879 in Delmenhorst, 1881 in Varel und 1886 in Brake usw.) wurde 1892 ein Verband der Vaterländischen Frauen-Vereine im Großherzogtum Oldenburg mit Sitz in Oldenburg gegründet. Ihm gehörten im Jahr 1917 25 Zweigvereine mit insgesamt mehr als 7.300 Mitgliedern an. Ab 1892 führt der Vaterländische Frauenverein “Nähabende für Dienstmädchen” durch.
1900 - Auf der 5. Tagung der Führer und Ärzte Deutscher Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz im Jahre 1900 in Mainz wurde an die Delegierten appelliert, vorhandene Kolonnen auszubauen und neue zu gründen. Der Oldenburger Delegierte, Freiherr von Gayl (Vorsitzender des Landesvereines vom Roten Kreuz Oldenburg) entschloß sich nach seiner Rückkehr nach Oldenburg, die zu Samaritern ausgebildeten Mitglieder der freiwilligen Turnerfeuerwehr in eine selbständige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz umzubilden.
1901 - Im Herbst 1901 erst wurde aus dem Vorhaben Wirklichkeit, als der Vorsitzende des Landesvereines vom Roten Kreuz dem Feuerwehrhauptmann Gustav von Gruben die Einrichtung der Sanitätskolonne Ende Oktober 1901 übertrug und ihn gleichzeitig zum Kolonnenführer ernannte. Dieser wählte zu seinem Stellvertreter den Zugführer der Feuerwehr, Schneidermeister L. Neubert, mit der Dienstbezeichnung "Zugführer der Kolonne", den Eisenbahnrevisor Georg Stemshorn zum Sektionsführer und Stellvertreter des Zugführers und den Adjutanten der Feuerwehr, Kaufmann G. Timpe, zum Schriftführer.
Aus der Feuerwehr-Samariterabteilung wurde jetzt die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz. Wenige Tage später wurde der neue Kolonnenführer vom Landesverein in seinem Amt bestätigt. In der Chronik heißt es dazu: "Bei dem geringen Zeitunterschied empfiehlt sich, als Gründungstag den 1. November 1901 festzusetzen." Damit wurde das Rote Kreuz Oldenburg selbständig mit eigener Führung, denn bis zu diesem Zeitpunkt unterstand man ja immer noch dem Kommando der Turnerfeuerwehr.
Die medizinische Ausbildung der Helfer übernahm der Landwehr-Stabsarzt Dr. med. Averdam aus Oldenburg.
1902 - Das erste große Rennfest auf dem Rennplatz in Ohmstede im Jahre 1902 erforderte den Einsatz von Sanitätern. Acht Helfer mit zwei Tragen und einem Verbandkasten versahen hier den Dienst zur vollsten Zufriedenheit der Veranstalter, sie wurden fortan jedes Jahr zum Rennfest angefordert. Im Mai 1902 standen der Kolonne drei Krankentragen zur Verfügung, die im Spritzenhaus am Heiligengeistwall untergebracht waren.
1904 - Schon bald nach der Selbstständigmachung wurden Satzungsentwürfe ausgearbeitet und mehrmals verbessert. Bei der am 25. Juli 1904 stattgefundenen Hauptversammlung erhielt die Satzung die endgültige Fassung. Diese Statuten der Kolonne wurden noch im gleichen Jahr vom Generalkomitee in Berlin genehmigt und die Kolonne erhielt den Namen: Sanitätskolonne vom Roten Kreuz zu Oldenburg i. Gr.
1905 - Der Personalbestand war auf unter 25 Personen zurückgegangen. Es durften bisher nur Angehörige der Turnerfeuerwehr der Sanitätskolonne beitreten, durch Satzungsänderung konnte von nun an jeder Hilfswillige in die Sanitätskolonne eintreten.
1906 - Im Februar 1906 wurde für Mitglieder aus sieben verschiedenen Turnvereinen ein Unterrichtskursus in Erster Hilfe mit dem Ziel der Auffüllung der Sanitätskolonne abgehalten. Im Oktober 1906 wird eine Geländeübung abgehalten.
1907 - Der stellvertretene Führer der Sanitätskolonne in Oldenburg, Schneidermeister Ludwig Neubert, und die Vorsitzende des VFV, Willa Thorade, erhalten die Preußische Rote-Kreuz-Medaille III. Klasse vom Kaiser verliehen. Im April 1907 bezieht der Vaterländische Frauenverein sein neues Haus in der Ritterstraße 7. Dort wird auch eine “Schwestern-Stadtion für die Privatpflege" eingerichtet. Die Sozialstation ist auch heute noch ein Standbein der Rotkreuz-Arbeit in Oldenburg.
1908 - Die Oldenburger Kolonne nahm im September 1908 in einer Stärke von 32 Mann an einer großen Verladeübung im Hafen von Brake teil, gemeinsam mit der 1907 in Brake gegründeten Sanitätskolonne. Bald darauf wurden vom Landesverein alle Kolonnen mit ihren Mitgliedern gegen Unfall versichert. Die Prämien zahlte der Landesverein. Seit dem 15. Januar 1908 wurden die Übungsabende der Männerkolonne in der Gastwirtschaft Zum Prinzen Eitel-Friedrich am Julius-Mosen-Platz durchgeführt.
1910 - Die 10. Tagung der Führer und Ärzte Deutscher Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz wurde vom 21. bis 25. Juli 1910 in Königsberg abgehalten. Der stv. Zugführer Stemshorn aus Oldenburg war einer der 400 Teilnehmer an dieser Tagung. Ausspruch von Kaiser Wilhelm II.: "Die Deutsche Einheit ist durch die Vereine vom Roten Kreuz auf dem Gebiet der Humanität bereits vollzogen worden, als die politische Einheit unseres Vaterlandes sich noch im Kreise der Wünsche bewegte." In Heiden am Bodensee stirbt der Rotkreuz-Gründer, Henry Dunant, am 30. Oktober 1910. Im November 1910 richtet der Vaterländische Frauenverein im Auftrag der Stadt Oldenburg eine “Säuglingsfürsorgestelle” im Elisabeth-Kinderkrankenhaus (damals in der Peterstraße 3) ein. Bis Ende 1911 wurden dort schon 277 Frauen mit 280 Kindern beraten und geschult.
1913 - Der in Osternburg wohnende und aus Thüringen zugezogene Heinrich Herzog bemühte sich, nachdem er zum Gruppenführer ernannt wurde, im September 1913 um die Gründung einer neuen Sanitätskolonne in Osternburg. Er wurde in seinem Vorhaben vom Vorsitzenden des Landesvereines, Herrn Oberst a. D. von der Marwitz, unterstützt. Der aus Königsberg stammende Franz Klein trat der Kolonne als Mitglied bei und wurde ebenfalls zum Gruppenführer ernannt.
1914 - Im April 1914 wurden neue Helfer der Sanitätskolonne Osternburg ausgebildet, die mit einer Abschlussprüfung endete. Am 5. August 1914 gründete sich zudem ein Vaterländischer Frauenverein Osternburg.
1915 - Willa Thorade, Vorsitzende des VFV, erhält im Herbst 1915 die Preußische Rote-Kreuz-Medaille II. Klasse verliehen.
1916 - Im Jahre 1916 wurden den verdienten Kolonnenmitgliedern Georg Stemshorn, M. Brandorst, G. Wrede, Adolf de Beer, Emil Fesenfeld, Emil Hermann, August Hots, und Heinrich Spiekermann jeweils die Preußische Rote-Kreuz-Medaillen III. Klasse verliehen. Gustav von Gruben erhält die Preußische Rote-Kreuz-Medaille II. Klasse. Im Juni 1916 wird ein Soldatenheim eröffnet. In Eversten, Ohmstede und Osternburg (damals selbstständige Gemeinden) gründeten sich Zweigvereine vom Roten Kreuz.
1914-1918 - Während des I. Weltkrieges wurden von der Oldenburger und der Osternburger Kolonne vor jedem größeren Verwundetentransport drei große Möbelwagen mit Tragegestellen nach dem "Hamburger System" mit je acht Krankentragen ausgerüstet und nach Beendigung der Transporte wieder ausgebaut. Die beiden Sanitätskolonnen halfen darüber hinaus im Bahnhofsdienst am Hauptbahnhof.
1917 - Nachdem der Oldenburgische Landtag im Dobbenviertel sein neues Quartier beziehen konnte, zieht das Säuglingsheim des VFV in das ehemalige Landtagsgebäude am Pferdemarkt (heute Standesamt der Stadt Oldenburg, Pferdemarkt 12). Die Mitgliedszahl in der Stadt Oldenburg beträgt 2.300 Mitglieder, im VFV-Zweigverein der Stadt Oldenburg 104 Mitglieder.
1922 - Auf dem Bahnsteig 1 des Hauptbahnhofes in Oldenburg führten die Oldenburger und die Osternburger Sanitätskolonne eine gemeinsame große Verladeübung in den Waggons des ehem. Oldenburger Hilfsazarettzuges 26 (Oldenburg) durch.
1925 - Die Oldenburger Sanitätskolonne führt im Huntebad eine Wasserrettungsübung mit Tauchen und Bergen durch.
1926 - Der schon erwähnte Gruppenführer Klein wird 1926 zum Führer der Oldenburger Kolonne ernannt.
1927 - Auf dem Gelände des Verschiebebahnhofes in Osternburg lief 1927 eine große Übung, zusammen mit den Kolonnen aus Oldenburg, Osternburg, Wilhelmshaven, Delmenhorst, Hude und Grüppenbühren ab. Die Oldenburger Sanitätskolonne kann ihre Arbeit dem Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, Winterfeldt-Menkin, anlässlich seines Besuches in Oldenburg vorstellen. Er konnte, wie sie Presse berichtete, sich dabei "den besten Eindruck” von den verschiedenen Rotkreuz-Organisationen in Oldenburg (Landesverein, Vaterländischer Frauenverein, Oldenburger Sanitätskolonne) machen.
1930 - Gründung des DRK-Ortsvereins Schierbrok.
1931 - Die Sanitätskolonne in der Stadt Oldenburg leistete im Jahr 1931 530 “Sanitätswachdienste” auf Sportplätzen, im Theater oder bei anderen öffentlichen Veranstaltungen, übernahm fünf Krankentransporte und hielt 28 Übungsabende und fünf Übungen ab. Darüber hinaus leisteten einzelne Rotkreuz-Mitglieder 150 mal Erste-Hilfe. Im Juli 1931 wurde eine “Gasschutzabteilung” mit Helfern eingerichtet (NfSuL, 9.6.1932).
Bereits 1932 konnte sich im Freistaat Oldenburg eine nationalsozialistische Regierung etablieren. Auch hier fand anschließend die Umwandlung des DRK zu einer den nationalsozialistischen Prinzipien beherrschenden Organisation statt. Ausdruck dessen sind z. B. die Änderungen der DRK-Satzungen im Jahr 1933 und 1937, sowie die Verabschiedung des DRK-Gesetzes vom 9. Dezember 1937. Diese Neuformung hatte zum Zweck “die klare Gestaltung des Aufbaus nach autoritären Gesichtspunkten im Sinne des Führergedankens zu straffer Zusammenfassung aller seiner Kräfte” herzustellen (Bätter des Deutschen Roten Kreuzes, Heft 11/12, 1933, S. 527).
1938 übernahm in Oldenburg Stadtrat und Chef der Stadtpolizei Dr. Jungermann den Vorsitz in der jetzt „Kreisstelle“ genannten DRK-Organisation, die Tätigkeitsbezeichnung lautete jetzt "Kreisführer“. Zu seinem Nachfolger wurde 1939 Oberbürgermeister Dr. Rabeling ernannt (im Dienstgrad als “DRK-Oberstführer”). Ihm zur Seite stand Dr. Jacobs, Obermedizinalrat und später als „Landesarzt“ des Landes Oldenburg höchster beamteter Mediziner. Jacobs erhielt zunächst den Dienstgrad „DRK-Feldführer“, später „DRK-Oberfeldführer“. Schon diese Bezeichnungen der Dienstgrade machen die Verknüpfung mit dem nationalsozialistischen System deutlich. Jacobs blieb bis 1945 im Amt und wurde anschließend im Jahr 1946 bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 1962 Vorsitzender des dann neuen „DRK-Kreisverbandes Oldenburg e.V.“
1933 - Gründung des DRK-Ortsvereins Hude.
Laut Einwohnerbuch der Stadt Oldenburg unterhält der VFV noch folgende Einrichtungen: Volksküche, Mittelstandsküche, mehrere Säuglings- und Mütterberatungsstellen, Schwangeren-Beratung, Jugendabteilung, Soziale Krankenhausfürsorge in den Oldenburger Krankenhäusern sowie Haus- & Wöchnerinnenpflege.
1934 - In diesem Jahre erfolgte der Zusammenschluß der Osternburger mit der Oldenburger Sanitätskolonne vom Roten Kreuz.
Zum Stand 1. November 1934 waren 13 Helferinnen, 16 Nothelferinnen und 60 Samariterinnen im Zweigverein Oldenburg des Bezirksfrauenvereins Oldenburg (bis 1933: Vaterländischer Frauenverein) in Diensten.
1935 - Gründung DRK-Ortsverein Wildeshausen.
1937 - Durch das “Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz” vom 9. Dezember 1937 verlieren alle damaligen Kreisorganisationen vom Roten Kreuz ihre Selbstständigkeit und werden im Deutschen Rote Kreuz e.V. zusammengeschlossen. Die bisher selbstständigen Vaterländischen Frauenvereine werden vollständig in das DRK integriert.
1939-1945 - Durch Einberufung zur Wehrmacht wurde die Helferschar stark dezimiert, viele sind während der Kriegsdauer gefallen. Bedingt durch den Krieg und die sich nach Beendigung des Krieges daraus ergebene Notwendigkeit wurden folgende Einrichtungen vom Kreisverband geschaffen:
- Soldatenheim am Bahnhof mit Bahnhofsdienst
- Behelfskrankenhaus in Donnerschwee bei Reckemeyer
- DRK-Krankenhaus Blumenstraße
- DRK-Säuglingsheim Alteneschstraße 30
- DRK-Küche Kreyenbrück (Kasernen)
- DRK-Küche Staulinie
- DRK-Revier Kreyenbrück (Kasernen)
- DRK-Übernachtungsheim, Revier und Küche in der Rosenstraße
- DRK-Revier und Küche Peterstraße
- DRK-Kinderkrankenhaus Etzhorn
- DRK-Küche Pferdemarkt.
Die Volksküche in der Ritterstraße wurde weiterhin vom Vaterländischen Frauenverein getragen.
1940 - Im Februar (220 Helfer) und November ("über 100" Helfer) 1940 werden in Oldenburg neue Helfer und Helferinnen vom Roten Kreuz vereidigt. Bis 1943 werden über 500 HelferInnen ausgebildet. Eine “Beratungsstelle" für Auskunft über Kriegsverluste und Kriegsgefangene wird eingerichtet.
1943 - Reichsweit wird das Deutsche Rotes Kreuz Träger des Krankentransports. Dazu wird in Oldenburg, Wallstraße 7, eine “Befehlsstelle” zur Koordination der vier vorhandenen Krankenwagen eingerichtet.
1944 -Im Herbst 1944 wurde am Bahnhof ein "DRK-Bahnhofsheim" zur Betreuung und Verpflegung von durchreisenden Soldaten eröffnet.
1946 - Der DRK-Kreisverband Oldenburg wird am 17. Juli 1946 neu gegründet und umfasst nun das Gebiet der Stadt Oldenburg und den Landkreis Oldenburg. Willa Thorade, Hedwig Schmidt und Clara Schlaeger werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Der erste Tätigkeitsbericht über die Arbeit der Sanitätsbereitschaft (m) nach Ende des Krieges weist ein enormes Arbeitspensum auf. Dies ist um so höher zu bewerten, da nur 18 Helfer gleich nach dem Krieg zur Verfügung standen. Durch Heimkehrer und durch den inzwischen einsetzenden Vertriebenenstrom war die Helfertruppe Ende 1946 wieder auf 51 Mann angewachsen.
1951 - Der Kreisverband zahlt als einer der neun Kreisverbände im DRK-Landesverband Oldenburg monatlich die anteiligen Kosten für den Suchdienst an den DRK-Landesverband.
1954 - Auf Anfrage des Oldenburger Jugendrotkreuzes (JRK) gibt Albert Schweitzer in einem persönlichen Schreiben im November 1954 seine Zustimmung, daß die Gruppe seinen Namen tragen darf.
1958 - Das Grundstück Alteneschstraße 30 wird von Frau Martha Brand, Vorsitzende des “Osternburger Vereins Jugendschutz - Kinderhort e.V. “, dem DRK-Kreisverband übertragen. Sie erhält die Ehrenmitgliedschaft des Kreisverbandes. Der Name des Hauses ”Emilie Oltmanns” bleibt bis zum Verkauf im Jahr 2013 bestehen und ist heute noch sichtbar.
1962 - Das DRK-Kinderkrankenhaus Etzhorn, eine Einrichtung des DRK-Landesverbandes, wird am 1. April 1962 nach Kreyenbrück, Dohlenweg, verlegt.
1965 - Die Erbgroßherzogin zu Oldenburg, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Oldenburg, verpflichtet 16 neue DRK-Helfer in Wildeshausen.
1966 - Nach dem ab 1. Oktober 1966 erfolgten Umzug des Kreisverbandes von der Ritterstraße zur Gottorpstraße 24 wird das neue DRK-Kreisverbandshaus am 23. November 1966 offiziell eingeweiht.
Der erste Krankenwagen wird vom Kreisverband gekauft, der Landkreis Oldenburg beteiligt sich mit 4.500,-- DM daran. Der Wagen ist vorübergehend in Wildeshausen stationiert, wird dann aber nach Hude überführt und kam dort mehr und mehr zum Einsatz.
1968 - Am 12. Mai 1968 wird die DRK-Rettungswache in Hude eröffnet.
Der Arztnotdienst der Stadt Oldenburg, der unter der Leitung des DRK, aber gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Zivilschutz einerseits und der Bezirksstelle Oldenburg der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, andererseits - wird am 23. September 1968 aus der Taufe gehoben und nimmt am gleichen Tage den Betrieb auf.
Beginn des Kreisverbandes mit einer neuen Aufgabe, der Hauskrankenpflege. Zunächst waren nur wenige Helferinnen damit beschäftigt, kranke und einsame Bürger zu versorgen. Weite Wege wurden bei jeder Witterung mit dem Fahrrad getätigt. Mit vielen Mühen wurde die Hauspflege weiter ausgebaut, so daß im Jahre 1977 täglich 50 Kranke zu versorgen waren.
Erstmalig wird ein Jugendrotkreuz-Kreiswettbewerb (JRK) mit fünf teilnehmenden Gruppen veranstaltet, die JRK-Gruppe “Henri Dunant” aus der Stadt Oldenburg gewann.
1969 - Die Oldenburger Jugendrotkreuz-Gruppe “Henry Dunant” gewinnt den JRK-Landeswettbewerb und nimmt am Bundeswettbewerb 1969 in Mainz teil und erreicht einen guten 6. Platz von 15 teilnehmenden Landesverbänden.
1971 - Am 1. April 1971 startet der DRK-Kreisverband die Arbeit der neuen “DRK-Sozialstation” im Kreisverbandsgebäude Gottorpstraße 24, Oldenburg, und bündelt dadurch seine bisherigen ambulante Dienste in der Kranken-, Alten-, Haus- und Familienpflege.
1972 - Dem Huder DRK-Ortsverein wird ein Rettungswagen übergeben.
1973 - Dem Wildeshauser DRK-Ortsverein wird ein Rettungswagen übergeben.
1974 - Eine DRK-Kinderkrippe wird am 2. Januar 1974 in der Alteneschstraße 30 eröffnet.
Am 09. Januar 1974 wurde der Kaufvertrag über das Grundstück Lagerstraße 59 abgeschlossen. Auf diesem Grundstück wurde die Kindertagesstätte gebaut und am 18. November 1974 in Betrieb genommen.
1977 - Am 11. Mai 1977 wurde die Mobile Unfallhilfsstelle für den Katastrophenschutz und Sanitätsdienst in Betrieb genommen.
Am 1. Dezember 1977 wurde aus der Hauspflege-Vermittlung die DRK-Sozialstation. In Ganderkesee wird ein DRK-Ortsverein gegründet.
1978 - Zu Jahresbeginn begann die DRK-Rettungswache Wildeshausen ihren Dienst im Krankentransport und Unfallrettungsdienst. Das Engagement endet bereits Ende 1979 wieder.
Am 19. April 1978 wurde die DRK-Sozialstation in Oldenburg durch den Niedersächsischen Sozialminister anerkannt.
1979 - Am 25. Mai 1975 konnte der Fahrdienst für Behinderte in der Stadt Oldenburg mit einem Spezialfahrzeug in Betrieb genommen werden. Im Juni wurden zwei weitere Fahrzeuge in Hude und Wildeshausen stationiert.
1980 - Die Jugendrotkreuz-Gruppe aus Oldenburg gewinnt nach dem Kreis- auch den JRK-Landeswettbewerb und fährt zum VIII. Internationalen Erste-Hilfe-Wettbewerb des Deutschen Jugendrotkreuzes nach Hamburg. Sie erreichen dort den 1. Platz in den Bereichen “Erste-Hilfe” und “Sport-Erholung-Freizeit” und den 2. Platz in der Disziplin “Theorie”!
Der DRK-Ortsverein Ganderkesee führt zum ersten Mal eine “Volkslauf und Wandertag” durch. Bis 1990 finden diese Veranstaltung jährlich statt.
Der DRK-Ortsverein Schierbrok kann sein 50. Jubiläum feiern.
1981 - Am 10. Juni 1981 besucht der niedersächsische Ministerpräsident, Ernst Albrecht, den DRK-Ortsverein Hude.
Für Einsätze im Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und Übungen wurde ein VW-LT 4-Tragen-Krankenwagen in Dienst gestellt.
Eine Mitarbeiterin des DRK Hude erhält vom Bundespräsidenten die Verdienstmedaille des Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Das Jugendrotkreuz in Wildeshausen erhält neue Räumlichkeiten.
1982 - Auf der Mitgliederversammlung am 13. Oktober 1982 gründete sich ein DRK-Ortsverein Oldenburg für die Stadt Oldenburg.
Das Jugendrotkreuz schickt ein selbsterstelltes Austauschalbum an die Han-Nan Elementary School in Seoul (Südkorea).
Die DRK-Kinderkrippe wurde am 31. Dezember 1982 geschlossen.
In den Jahren 1982 bis 1987 werden vom DRK in Oldenburg jährliche Hilfstransporte nach Walbrzych (Polen) organisiert, um dort die angespannte Situation für Hilfsbedürftige zu erleichtern. Vor allem Medikamente werden hier in Oldenburg gesammelt und von ehrenamtlichen Rotkreuz-Mitgliedern mit DRK-Dienstfahrzeugen nach Polen transportiert.
1983 - Nach Schließung der DRK-Kinderkrippe wurden die Räume in der Alteneschstraße 30 renoviert dem Jugendrotkreuz und der Bereitschaft zur Verfügung gestellt.
Der DRK-Ortsverein Hude kann sein 50. Jubiläum feiern.
1984 - Am 12. Februar 1984 fand die Einweihung und Eröffnung der behindertengerechten Begegnungsstätte in der Gottorpstraße 24 statt.
Die Jugendrotkreuz-Gruppe “Oldenburger Spätlese” gewinnt nach einem JRK-Kreis- auch den Landeswettbewerb und darf im Juli am IX. Internationalen Erste-Hilfe-Wettbewerb des Deutschen Jugendrotkreuzes in Schwetzingen (Baden Württemberg) teilnehmen. Sie gewinnt den 1. Platz in der “Theorie” und “Sport-Spiel-Freizeit” und erreicht den zweiten Platz in der nationalen Wertung!
1985 - Am 16. März 1985 wurde die Trennung des DRK-Kreisverband Oldenburg e.V. in Stadt- und Landkreis-Verband vollzogen.
Am 28. September 1985 erfolgte die Übergabe eines neuen Krankentransportfahrzeuges an die Sanitätsbereitschaft.
1986 - Der Fahrdienst für Behinderte wurde im 1986 um ein weiteres Fahrzeug erweitert.
Bereits zum siebten Mal werden durch ehrenamtliche Mitglieder des DRK-Oldenburg Medikamente und Hilfsmittel an das Rote Kreuz in Walbrzych (Polen) geliefert und verteilt.
Das Jugendrotkreuz sammelt Geld für ein Entwicklungshilfeprojekt in Sri Lanka.
Eine zweite DRK-Kleiderkammer wurde in der Grundschule Bloherfelde eröffnet.
In diesem Jahr werden 106 Erste-Hilfe-Lehrgänge mit 1.590 Teilnehmern und 44 Kurse “Sofortmaßnahmen am Unfallort” mit 664 Teilnehmern durchgeführt.
1987 - gründet sich - ungewöhnlich für Norddeutschland - eine DRK-Bergwacht. Sie legt den Schwerpunkt ihrer Arbeit in den Umwelt- und Naturschutz und besteht nur wenige Jahre.
Eine Wettbewerbsgruppe der Bereitschaft gewinnt zunächst den DRK-Landeswettbewerb und erreicht beim Bundeswettbewerb der Bereitschaften in Biedenkopf (Hessen) den 5. Platz von zwölf teilnehmenden Gruppen.
Über 630 Schwesternhelferinnen sind im DRK-Kreisverband registriert und im Notfall verfügbar; allein im Jahr 1987 werden vier SH-Lehrgänge mit 55 Teilnehmern und 13 Fortbildungsveranstaltungen mit 264 Teilnehmerinnen durchgeführt.
Auch die ehrenamtlich organisierte Blutspende kann tolle Zahlen präsentieren: 41 Spendetermine mit 4.756 Spendern, d.h. 116 Spenden pro Termin.
Der Arbeitskreis “Suchdienst/Amtliches Auskunftsbüro” hat 19 ständig verfügbare HelferInnen und nahm an einer Übung im Behelfskrankenhaus Flötenteich teil.
Die “DRK-Begegnungs- und Freizeitstätte” in der Alteneschstraße 30, Oldenburg, wird offiziell eingeweiht. Das Investitionsvolumen dafür betrug rund 400.000,- DM.
1988 - Vier ehrenamtliche Heferinnen des DRK-Oldenburg werden mit der Ehrennadel des DRK-Landesverbandes Oldenburg geehrt.
In der Lagerstraße wird eine neue Beratungsstelle für Senioren eröffnet. Ein Pilotprojekt das auf dem Prinzip der Nachbarschaftshilfe beruht.
Der Arzt-Notdienst besteht bereits seit 20 Jahren.
Ein “Unfall-Betreuungsdienst” wird ins Leben gerufen; er ist ein Vorgänger einer heutigen Psychosozialien Notfallversorgung (PSNV).
Im Jahr 1988 spendeten 4.760 Blutspender in 41 Blutspendeterminen ihr Blut.
1990 - Die Jugendrotkreuz-Gruppe "Die Kids" gewinnen den JRK-Landeswettbewerb der Stufe I (6-12 Jahre).
Der ehemaligen DRK-Kreisbereitschaftsfüherein Gisela Henn wird die Ehrenmitgliedschaft im DRK-Kreisverband verliehen.
1991 - Ein Senioren-Service-Zentrum wird in der Hauptstraße 102, Oldenburg, eröffnet. Dort werden die statteilbezogenen Hilfsprogramme des DRK koordiniert.
1992 - Die Anzahl an Mitgliedern im DRK-Kreisverband beträgt 9.573 Miglieder.
Georg Wilkens, ehemaliger Bereitschaftsführer, wird die Ehrenmitgliedschaft im DRK-Kreisverband verliehen.
Hilfsgüter im Wert von 70.000 DM werden vom DRK Oldenburg nach Kroatien gebracht.
1993 - Erste Planungen und Ideen zu einem Modellprojekt Pflege- und Dienstleistungszentrum für die ältere Generation werden angedacht.
1994 - An zwei verdienten Rotkreuz-Frauen (Gisela Henn, Annemarie Kerkau) verleiht der Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg die Goldene Stadtmedaille.
1995 - Die “Schnell-Einsatz-Gruppe Betreuung” (SEG) der Sanitätsbereitschaft nimmt zu Jahresbeginn ihre Arbeit auf und wird im März 1995 sofort bei der Betreuung von Feuerwehrkräften wegen eines Schiffsbrandes im Oldenburger Hafen eingesetzt. Weietre zwei Einsätze folgten in diesem Jahr.
1997 - Eine Delegation des Ghanaischen Jugendrotkreuzes besucht die Stadt Oldenburg und wird u. a. im Rathaus empfangen. Die Mitgliederanzahl im DRK-Kreisverband beträgt 7.702 Mitglieder.
1998 - Die DRK-Sozialstation wird erstmalig nach DIN ISO 9001 zertifiziert.
Am 10. Dezember 1998 erfolgt die Grundsteinlegung für den DRK-Erlenhof im Hörneweg 100. Die Eröffnung erfolgt im Jahr 2000.
1999 - Eine neue Senioren-Begegnungsstätte wird im Burgmannshof (Bergstraße) eröffnet.
Das 100-jähige Bestehen des Kreisverbandes wird im Rahmen einer Feierstunde im Peter-Friedrich-Ludwigs-Hospital gefeiert. Zum Jubiläum erscheint eine filmische Dokumentation der Arbeit des DRK in Oldenburg. Am 3. September 1999 erfolgt die Indienststellung des neuen Kreisverbandsgebäudes in der Schützenhofstra0e 83/85 in Oldenburg.
Ein Weltrekord-Versuch, Ziel waren 250 Personen, die eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) am Phantom durchführen sollten, scheiterte leider. Aber immerhin gelang es dem DRK 150 Personen aus der Stadt Oldenburg zu motivieren sich über die HLW zu informieren.
2000 - Die Mitgliederzahl beträgt zum Ende des Jahren 2000 6.639 Mitglieder.
2001 - Eine neue Kleiderkammer wird in Ohmstede in der Kurlandallee 23 eröffnet.
Der DRK-Kreisverband kann sein 100jähriges Bestehen feiern.
2006 - Die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Dagmar Berghoff eröffnet im DRK-Erlenhof eine Bibliothek.
2007 - Seit nunmehr 50 Jahre veranstaltet das DRK in Oldenburg Blutspendetermine. Zu dieser Zeit kümmern sich 29 Ehrenamtliche vorwiegend um das leibliche Wohlbefinden der Spender.
Ein neuer Lehrgang der Industrie- und Handelskammer (IHK) für medizinische und pflegerische Grundkenntnissen werden durch das DRK-Oldenburg angeboten.
2009 - Ein "Interkulturelles Seniorenbüro" wird durch das DRK in der Kennedystraße 15 eröffnet.
Die DRK-Wasserwacht gründet sich in Oldenburg; sie verfügt zu dieser Zeit bereits über 32 Rettungsschwimmer, die in den Oldenburger Freibädern eingesetzt werden. im Jahr 2010 wird bereits das 50. Mitglied der Wasserwacht begrüßt!
2010 - In Ofenerdiek (Spittweg) wird das DRK-Tagespflegezentrum eröffnet.
Nach einer längeren Pause nimmt die Migrationsberatung für Erwachsene ihre Arbeit in der Schützenhofstraße 83-85 wieder auf.
2012 - Die OLB-Stiftung und der DRK-Kreisverband stellen 100 Gutscheine für Erste-Hilfe-Kurse für Eltern zur Verfügung. Die Gutscheine sind gültig für spezielle Kurse zur Ersten-Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern.
2013 - Das Haus Alteneschstraße 30 wird an die Stadt Oldenburg übergeben; dort wird später die Kunstschule Klex ihre Unterkunft finden.
Fast 160 Erstspender wurden bei einer Blutspendeaktion in den Berufsbildenden Schulen Wechloy gewonnen.
2015 - Im Rahmen eines genossenschaftlichen Projektes wird die DRK-KiTaP Mühlengarten in Osternburg (Gerhard-Stalling-Straße 67) eröffnet. Das DRK ist Betreiber der Einrichtung.
Im Rahmen der Notfallhilfe betreuen ehrenamtliche Kräfte des DRK-Oldenburg Flüchtlinge in einer Einrichtungen des DRK-Landesverbandes und in einer eigenen Einrichtung des DRK-Kreisverbandes in Oldenburg.
2017 - Ein erster 24-Stunden-Schwimmwettbewerb der DRK-Wasserwacht wird im Mai 2017 durchgeführt.
In Petersfehn (Landkreis Ammerland) wird ein neues Senioren-Beratungs- und Servicezentrum in Zusammenarbeit mit der Ammerländer Wohnungsbau eröffnet.
2020 bis 2022 - Planung und Betrieb des Impfzentrums der Stadt Oldenburg, zunächst in der Weser-Ems-Halle, später in Wechloy inklusive Vor-Ort-Teams, die in Schulen, Altenpflegeeinrichtungen und großen Firmen Impfungen durchgeführt haben. Nachmaliger Standortwechsel in die Schlosshöfe, direkt in der Oldenburger Innenstadt.
2021 - Betrieb eines Corona-Testzentrums in den Räumen des DRK-Landesverbandes Oldenburg.
2023/2024 - Planung und Bau eines Katastrophenschutzzentrums im Gewerbegebiet Tweelbäke, Fertigstellung und Bezug im September 2024. Mehrwöchiger Verpflegungseinsatz im Rahmen eines Hochwassers. Dabei werden in 21 Tagen Einsatz über 10.000 Mahlzeiten durch unser DRK in seiner eigenen Feldküche hergestellt und ausgegeben, teils verpackt und ausgeliefert (siehe DRK-Mitgliederbrief März 2024). Und dies zu fast 100 Prozent nur durch ehrenamtliche DRK-Kräfte!
2024 - Jubiläum 50 Jahre Kita Lagerstrasse.
2025 - Jubiläum 10 Jahre KiTaP Mühlengarten.
2026 - Baubeginn am Erlenhof; durch eine Erhöhung der Bewohnerzimmer von 31 auf 45 Zimmer leistet das DRK Oldenburg einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung älterer Menschen in Oldenburg.
Veröffentlichte Medien:
Alle Angaben ohne Gewähr!
Nach historischen Unterlagen von J. Weichardt, G. Winkler, A. Bierbaum und J. Osterloh zusammengestellt und ergänzt durch Martin J. Schmid (Stand Oktober 2025).
Empfohlene Literatur über die Geschichte des DRK-Gesamtverbandes: