buehnenbild_auftrag_zelck_drk.jpg Foto: A. Zelck / DRKS
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Das Humanitäre Völkerrecht

Ansprechpartner

Herr
Martin J. Schmid

Kreiskonventionsbeauftragter

E-Mail: m.schmid[at]drk-ol[dot]de

DRK Kreisverband Oldenburg-Stadt e.V.

Schützenhofstr. 83-85
26135 Oldenburg

Es ist Aufgabe des Roten Kreuzes, die Regeln des humanitären Völkerrechts zu verbreiten, damit die Teilnehmer bewaffneter Konflikte sie im Ernstfall kennen und umsetzen können. Außerdem ist es Teil seines Auftrags, die Einhaltung des humanitären Völkerrechts durch die Parteien eines bewaffneten Konfliktes einzufordern.

Auftrag und Selbstverpflichtung

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung hat es sich zur Aufgabe gemacht, menschliches Leid überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern, Leben und Gesundheit zu schützen und der Menschenwürde Achtung zu verschaffen, insbesondere in Zeiten bewaffneter Konflikte und sonstiger Notlagen.

Die Verbreitung der Regeln des humanitären Völkerrechts, der Grundsätze und Ideale der Bewegung ist eine der Hauptkernaufgaben der Bewegung. Diese Verbreitungsarbeit ist Voraussetzung dafür, dass die Teilnehmer bewaffneter Konflikte diese Regeln im Ernstfall kennen und respektieren.

Gemäß Artikel 3 der Statuten der Bewegung und § 2 der Satzung des DRK hat sich auch das Deutsche Rote Kreuz diese Verbreitungsarbeit zur Aufgabe gemacht. Als freiwillige Hilfsgesellschaft der deutschen Behörden im humanitären Bereich wurde es zudem ausdrücklich in § 2 DRK-Gesetz mit der Verbreitung der Kenntnisse über das humanitäre Völkerrecht und die Grundsätze und Ideale der Bewegung sowie mit der Unterstützung der Bundesregierung hierbei beauftragt.

Verbreitungsarbeit des DRK

Um diesen Auftrag zu erfüllen, leistet das DRK vielfach Verbreitungsarbeit. Diese richtet sich mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten v. a. an politische und gesellschaftliche Entscheidungsträger, Streitkräfte und Polizei, Juristen, medizinisches Personal, Schüler und Studenten, Medien und die allgemeine Öffentlichkeit.

Neben anderen Verbreitungsaktivitäten organisiert das DRK seit den 1950er Jahren verschiedene Kurse zum humanitären Völkerrecht für Juristen und Jurastudenten auf Landes- und Bundesebene. Das Jugendrotkreuz setzt sich mittels Kampagnen und (Unterrichts-)Materialien für die Verbreitung des humanitären Völkerrechts und der Grundsätze der Bewegung bei Kindern und Jugendlichen ein.

Aufbau des Verbreitungsarbeitssystems des DRK

Gemäß der föderalen Struktur des DRK hat jede Verbandsebene eine eigene Verantwortlichkeit für die Koordinierung und Durchführung von Verbreitungsarbeit. Es sind insbesondere die ehrenamtlich tätigen Konventionsbeauftragten, die sich in den einzelnen Verbandsgliederungen für die Verbreitungsarbeit einsetzen. Das Konventionsbeauftragtensystem umfasst einen Bundes-, 19 Landes- sowie mehrere hundert Kreiskonventionsbeauftragte. Es stellt in Deutschland eine einzigartige Möglichkeit dar, sich für das humanitäre Völkerrecht und eine humanitäre Ethik einzusetzen.

Die Kreiskonventionsbeauftragten beraten die Gremien ihres Verbandes in einschlägigen Fragen und sorgen für eine ausreichende Ausbildung der aktiven Rotkreuz-Mitglieder und Bevölkerung im humanitären Völkerrecht und den Idealen und Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Unterrichts- und Vortragstätigkeiten richten sich dabei vor allem an mit Aufgaben des Zivilschutzes beauftragte Mitarbeiter und Personal, das im Konfliktfall besondere humanitäre Verantwortung trägt (z.B. medizinische Fachkräfte). Letztlich leisten die Kreiskonventionsbeauftragten auch Basisarbeit für die Verwirklichung einer solidarischen, nicht-diskriminierenden und gewaltfreien Gesellschaft.

  • Genfer Abkommen

    Die Genfer Abkommen sind Kernstück des humanitären Völkerrechts. Sie schützen Menschen vor Grausamkeit und Unmenschlichkeit in Kriegssituationen. Dies gilt insbesondere für Personen, die nicht (mehr) an bewaffneten Auseinandersetzungen teilnehmen.
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  • Leicht verständlich

    Als Essenz des humanitären Völkerrechts schützen die Genfer Abkommen Menschen vor Grausamkeit und Unmenschlichkeit im Krieg. Auf diesen Seiten werden die Genfer Abkommen und ihre Zusatzprotokolle in allgemeinverständlicher Sprache vorgestellt.
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